ANEMONA CRISAN


ANEMONA CRIȘAN

Kunst-Blog

>Erkenne Dich selbst: durch Kunst<

KUNST UND ARCHITEKTUR

DAS SICHTBARE MIT DEM UNSICHTBAREN VERBINDEN


von Anemona Crisan, 09.02.2024

Mein Interesse an der Erforschung und dem Ausdruck der metaphysischen Welt ist Ausgangspunkt meiner Kunstwerke, durch die sich die unsichtbare multidimensionale Natur, die jenseits unseres physischen Körpers und der materiellen Welt existiert, offenbaren. Aus diesem Grund sind meine Werke nicht mimetische, realistische Reproduktionen der sichtbaren, physischen Realität, sondern abstrahierte, figurative Interpretationen unserer ätherischen, elementaren und multidimensionalen Form. Indem ich physische Kunst als Portal zu diesen metaphysischen Räumen verwende, verbinde ich diese unsichtbare Realität mit unserer materiellen Wirklichkeit. 
Dieser Ansatz liegt auch meinen ortsspezifischen Werken zugrunde, seien es Ausstellungsinstallationen oder ortsspezifische Kunst am Bau Projekte.
Hier habe ich die Möglichkeit, einen realen physischen Raum zu einer neuen, parallelen Realität hin zu öffnen, die erst durch die künstlerische Arbeit sichtbar wird.

Mein multidimensionaler Zugang zum Raum

Der Entstehungsprozess meiner ortsspezifischen Kunst beginnt mit meiner Verbindung mit dem Ort, der Architektur, den Menschen und meine multidimensionale Wahrnehmung ihrer physischen, emotionalen, mentalen und ätherischen Beziehungen:
Zunächst erforsche ich die mentale und physische Ebene:  Die bestehende Architektur, ihre funktionalen Elemente und ihre Mängel. Ich beobachte, wie Menschen mit der bestehenden Architektur interagieren und sie wahrnehmen. Als nächstes gehe ich auf die emotionale Ebene über: Wie fühlen sich die Menschen in der Architektur? Ich spüre auch in die Architektur selbst hinein, in ihre Seele, und übernehme die Sichtweise des Gebäudes: Wenn ich das Gebäude, die Architektur wäre, wie würde ich mich fühlen? In der dritten Phase geht es darum, sich mit dem Ort zu verbinden, der oft als Geist des Ortes oder genius loci bezeichnet wird: Wie fühlt sich der Geist des Ortes an? Ich beziehe in diese Wahrnehmung auch die Elemente Wasser/Erde/Feuer/Luft/Äther ein, die als Vorläufer der materiellen Ebene betrachtet werden können.
Im letzten Schritt des Entwurfsprozesses sammle ich diese unterschiedlichen Perspektiven und lasse sie zu einer imaginären Geschichte zusammenfließen.

AUF DER SUCHE NACH VERBINDUNG
Kunst als fehlendes Bindeglied zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt


Im Herzen dieser Geschichte kommt oft der „Wunsch nach Verbindung“ und „Mitgestaltung“ aller Beteiligten hoch. Diese Wünsche spiegeln unser gegenwärtiges disfunktionales und unverbundenes Zeitalter wider, in dem geistige und physische Elemente (von Menschen, Orten und Gebäuden) verzweifelt miteinander kommunizieren wollen, es aber oft nicht können.
Mit meinen Kunstwerken möchte ich genau diese Brücke, diese Verbindung wieder herstellen und eine Kommunikation zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren ermöglichen. Meine Kunst ist so gesehen die fehlende Verbindung, das fehlende Glied und ein Mittler zwischen diesen Elementen und Dimensionen.

Die LEBENSKRAFT in die Kunst und Architektur zurückbringen

Ein Großteil der zeitgenössischen Architektur wird digital entworfen und wirkt daher generisch, seelenlos, ohne Lebenskraft und entfremdet sich vom Menschen, dem Genius Loci und allen Elementen, die metaphysische Qualität haben. Diese abgehobene Architektur zehrt an den Kräften ihrer BewohnerInnen.
Durch meinen künstlerischen Ansatz stelle ich die Verbindung zwischen Ort, Menschen und der Architektur wieder her, wodurch ein Raumerlebnis entsteht, das größer ist als die Summe seiner Teile.
Durch diesen Prozess wird die Architektur wieder mit ihrem eigentlichen Wesen verbunden und mit Lebenskraft durchströmt. Sie „lädt“ sich wieder auf und harmonisiert dadurch ihre BewohnerInnen, anstatt ihnen Energie zu entziehen. 

HARMONIE in Kunst und Architektur

Der Begriff der "Harmonie" wird in der zeitgenössischen Kunst vollkommen ignoriert. Ständig wird uns gesagt, Kunst solle "kritisieren", "unsere Komfortzone stören", "aufrütteln", "politisch sein", "stören". Das mag bis zu einem gewissen Grad interessant sein, kann aber kein alleiniger Selbstzweck sein. Wir haben uns in diesen Konzepten so sehr verloren, dass die Kunst (insbesondere die etablierte Museums-/Galeriekunst) ihren integrativen Charakter verloren hat, und keine Kraft oder Interesse mehr hat eine „Verbindung“ und "Harmonie" zu schaffen und sich mit der „Seele“ der Menschen zu verbinden.
Stattdessen ist sie vielfach zu einem herablassenden, moralisierenden Instrument geworden, das den Menschen herabwürdigt und gleichzeitig gesellschaftliche Spaltung  und ein depressives Weltbild fördert.

Ich ornde mich mit meiner Kunst nicht in diese Tendenz ein, sondern trage mit meinen Werken zu einer Harmonie und Rückverbindung bei, die zwischen den Menschen, dem Raum, der Architektur aber auch zwischen unserer physischen Welt und der metaphysioschen Welt beiträgt.



Die Intelligenz der Hand: Kunst - Handwerk - Seele - Lebenskraft

Die Rolle und Qualität der handwerklichen Arbeit wird heutzutage völlig unterschätzt und ignoriert. Als Künstlerin habe ich bei der Ausführung eines Kunstwerks oft die immense Intelligenz meiner Hände und meines Körpers erlebt. Es ist für mich unmöglich (und, um ehrlich zu sein, langweilig), einfach ein Kunstwerk zu konzipieren, ohne es durch die "unbewusste" und intuitive Intelligenz meiner Hände, Werkzeuge und Materialien auszuführen. Gerade das händische Gestalten verbindet Kunst, Architektur und den Menschen wieder mit der Seele und Lebenskraft. Ein Prozess, der nie durch eine rein digitale Konzeption und Ausführung ersetzt werden kann.


HÖCHSTE ABSICHT

Das Bewußtsein, um die Energie, die der eigenen Kunst zugrunde liegt

„Arbeitsethik“ ist ein Begriff, den ich selten höre, wenn es um künstlerische Intention und Produktion geht. Ich meine hier die Arbeitsethik im Sinne der  künstlerischen Absicht und der Qualität der Dimensionen, mit denen wir uns bei der Erschaffung eines Kunstwerks verbinden! Exzellenz und Klarheit des Handelns sind hier unerlässlich, was bedeutet, dass man sich seiner selbst, seiner emotionalen Probleme, Auslöser und Schatten bewusst sein sollte, um möglichst keine schädliche Energien in sein Werk einfliessen zu lassen.
„Höchste Absicht“ ist die grundlegende Intention meiner Kunst, die dem „höchsten Wohl ALLER Beteiligten“ gewidmet ist und nicht aus einer rein egoistischen, karriereorientierten Perspektive entsteht.


BioGeometrIE®

Die Energie von Form und Raum


Nach meinem Kunststudium an der Akademie der bildenden Künste in Wien habe ich meine Kunstproduktion  um unkonventionelle Bereiche erweitert. Dazu gehört beispielsweise das Studium der 
BioGeometry®, die sich mit der "Physik der Qualität"  von Formen und Räumen beschäftigt. Ich beziehe biogeometrische Gestaltungsprinzipien in meine ortsspezifische Arbeitsmethodik ein, um meinen künstlerisch- intuitiven Ansatz weiter zu verfeinern und zu objektivieren. Die BioGeometrie hilft bei der Messung  der Lebensenergie von Farben, Formen, Orten und Plätzen sowie bei der Gestaltung und Anpassung von Entwürfen, damit ein Höchstmaß an harmonisierender Lebenskraft durch das Werk in die Architektur, den Ort und zu den Menschen fließen kann. 

MEIN AUFRUF AN ALLE VISIONÄRE!


Wenn Sie sich für meine einzigartige Herangehensweise an Kunst und Architektur interessieren, ein Visionär oder Viosionärin sind, die mit mir zusammenarbeiten und ortsspezifische Kunst in ein Architekturprojekt auf eine völlig neue Art und Weise integrieren möchten, lade ich Sie ein, sich mit mir in Verbindung zu setzen unter: office@anemonacrisan.com.

VOM OPFER ZUM SCHÖPFER – VOM GESTALTETEN zum GESTALER


von Anemona Crisan, 05.07.2023

Wir leben in einer Zeit, in der unser Selbstbild und damit auch das Weltbild vollkommen neu gestaltet werden muss, wenn wir uns als Spezies weiter entwickeln wollen. Alte Traumata, Programmierungen, Glaubenssätze (inbesondere  Schuld und Scham) müssen gesehen und transzendiert werden. Das ist ein individueller, innerer Prozess. Eine Erfahrung, die  jeder nur für sich selbst und für niemand anderen machen kann. Ein notwendiger metaphysischer Evolutionsschritt der Menschheit, der uns aus dem aktuellen, rein materialistisch-rationalen Weltbild, befreit und uns in ein neues Paradigma führt, indem wir von Fremd-Gestalteten zu Selbst-Gestaltern werden.


Ganz wesentlich erscheint mir für diesen Prozess das Erkennen des bisherigen Selbstverständnisses des Menschen als Opfer: Ohnmächtig und ausgesetzt muss er, um zu überleben, sein authentisches Sein verstecken oder unterdrücken. Im Extremfall passt er sich diesen äußeren Systemen so sehr an, dass er ein gehorsamer Verteidiger der abwertenden Programmierung wird. In der Vergangenheit haben wir gesehen, Andersdenkende werden verfolgt und umgebracht. Doch dieses Weltbild geht nun zu Ende und die Frage ist: Trauen wir uns aus der Opfer- in die Schöpferrolle zu wachsen? Werden wir von Gestalteten zu Gestaltern?


Diese Fragen sind mit dem bereits bekannten System aus Programmierungen und Glaubenssätzen, die uns in diese Lage gebracht haben, nicht beantwortbar.
Wir müssen uns auf neues, unbekanntes Terrain begeben. Und dieses Terrain sind wir selbst. Wir sind die Terra Incognita. Wir sind der Anfang und das Ende des Prozesses, wir sind "BeginnEnde".
Das Betreten und Navigieren dieses unbekannten Terrains ist Kern und Sinn meiner Kunst und der Kunst im Allgemeinen. Hier sehe ich die Rolle und Verantwortung der Künste heute: vorzuleben, zu inspirieren und an die kreative, schöpferische Kraft, die in jedem und jeder von uns als individuelles Talent (versteckt) liegt, zu erinnern und uns zu helfen aus der Opfer- in die Schöpferrolle zu treten.
Wie können wir als Menschen nun diesen Prozess navigieren?


Ich habe diese Fragen in meinen Kunstwerken reflektiert.


Anemona Crisan, Schöpfer-Opfer, Bleistift und Acryl auf Leinwand, 80 x 60cm, 2011, ausgeführt als künstlerisches Plakat mit Schrift, 2022.

Zu sehen ist ein Kopf, der auch an ein Herz erinnert. Aus roten Linien (Blutbahnen) gestaltet, ist dieser Herz-Kopf ein Symbol für unsere
Selbst-Erkenntnis-Fähigkeit, die durch ie Synthese von Denken UND Fühlen erst möglich wird.
Dieser Selbsterkenntnis Prozess ist eine Reise des Er-Innerns, des nach Innen Gehens, die sich nicht nur geistig, sondern auch körperlich vollziehen muss. Der Kopf, als Symbol des rationalen Wissens, der Begriffe, der Struktur und das Herz als Sitz der Intuition, des Körperwissens, des Emotionalen – erst wenn beide ZUSAMMEN wirken und verbunden sind, kann Selbst-Erkenntnis, Weisheit, unser Sein, erfahren werden.
Deshalb ist dieser Herz-Kopf durch-schaubar, nichts ist versteckt, wir blicken direkt ins Innere, in das authentische Sein. 

Dieses Er-Innern, ist auch eine Reise in die eigene, innere Dunkelheit, in der wir letztlich mehr von uns selbst entdecken, freilegen, und kreieren können. 

Es ist dieses Er-Innern, diese Reise in unsere Dunkelheit, die unsere Talente zum Vorschein bringt.
Das Betreten der eigenen Dunkelheit macht uns Angst und wir machen diesen Schritt oft erst, wenn wir durch (tragische) Umstände gezwungen sind.

In meiner künstlerischen Arbeit hat sich dieser Schritt 2014 vollzogen, als mir klar wurde, dass ich mich in einer massiven, kreativen Krise befinde: das Alte funktionierte für mich nicht mehr, war ausformuliert, das Neue noch nicht da. Wird mir überhaupt etwas Neues einfallen? Werden die Menschen, die meine Werke bislang schätzten und sammelten diesen Schritt mitgehen? Werde ich alle/s verlieren? Eine Wendezeit in meinem Leben und in meiner Kunst.
Ich habe mich für einen radikalen Schritt entschieden und alles auf den Kopf gestellt: von realistisch zu abstrakt, von schwarz auf weiß, zu weiß auf Schwarz. Dieser Schritt erfordert ein ganz anderes Denken, denn plötzlich stelle ich nicht etwas in einen weißen Raum (schwarz auf weiß), sondern ich hole eine Form aus der unendlichen Dunkelheit heraus (weiß auf schwarz). Ich bin vom Äußeren ins Innere gewechselt. Von der Oberfläche zur Essenz.
Alleine dieser Schritt hat mich zu meiner eigenen Dunkelheit hin geöffnet und mir geholfen, mich mit dem Unbekannten zu beschäftigen, mit dem Geheimnis, dem Mysterium. Ich habe gelernt mich im Unbekannten zu entspannen, wohlzufühlen.
Wir können also lernen mit der Dunkelheit, dem Potential zu spielen und auf diese Weise ganz bewußt Dinge hervorbringen/schöpfen. Was wir dort herausholen, ist allerdings immer das, was wir selber sind, es ist ein Spiegel unserer Emotionen.  


DAS BETRETEN DES UNBEKANNTEN

Anemona Crisan, Vortex, Tusche auf Leinwand, 100 x 180 cm, 2014

Ein Portal vom Hellen, Sichtbaren, Bekannten ins Dunkle, Unsichtbare, Unbekannte. Eine Umstülpung der bekannten Realität.
Dieses Werk "Vortex" steht am Anfang dieses Aufbruchs ins Unbekannte, ist gleichsam das Portal zu dieser dunklen Phase. Wie betreten hier ein Inneres – ist ein Universum, ein Körperinneres, ein Innenraum?
Die Dunkelheit zu betreten heisst auch ins Leere, ins Unbekannte zu gehen, dort, wo wir absolut keine Orientierung und Begrenzung mehr haben, wo wir nicht wissen, wo der Anfang und das Ende, wo oben oder unten ist. Wir müssen uns dort anders und neu orientieren lernen, die alten Gewohnheiten und Gesetze gelten hier nicht mehr.
Der Auslöser dieser dunklen Phase ist oft eine tragische Situation, die einen ZWINGT sich mit der Dunkelheit zu beschäftigen.

(Wenn man die Erfahrung dieser Dunkelheit bereits gemacht hat, lernt man, diese Phase zu erkennen und mit Mut und Neugierde in diese gefüllte Leere zu treten und sie zu gestalten.)

Biologisch und kulturell bedingt, sind wir es gewohnt, vor der Dunkelheit Angst zu haben und sie als Gefahr zu sehen.

Wenn wir den Mut aufbringen sie zu betreten – ein Schritt der Selbstermächtigung – dann machen wir die Erfahrung, dass sie eigentlich das gesamte Potential enthält das Negative UND das Positive. Es hängt von unserer Ausrichtung ab, was wir aus diesem Potential herausholen (schöpfen) können/wollen, denn wir können nur das hervorbringen, was wir schon sind oder besser: was wir erwarten (bewußt oder unbewußt).
(Wie innen so außen, wie oben, so unten – hermetisches Prinzip, Kybalion).

(Zu diesem Werk gibt es auch ein Youtube Video mit dem Titel:
"VORTEX" Kunst aus Licht und Schatten)

WAS FINDEN WIR IN DIESER DUNKELHEIT – DIESER VOLLEN LEERE?

Die Entdeckung und Erkenntnis, die ich durch meine Werke gemacht habe ist, dass diese Dunkelheit  voll UND zugleich leer ist. Sie enthält das gesamte Potential und es liegt an mir, und niemand anderem, was ich hier herausholen und materialisieren will.

In den folgenden Werken habe ich mich selbst in der Dunkelheit gesucht – und gefunden.
Entstanden sind dabei Werke, die an kopf/maskenförmige Gebilde erinnern und die wie ein Spiegelbild aus der Dunkelheit erscheinen. Anthropomorphe Konstruktionen, die mikro-  oder makrokosmische Dimensionen haben können. Sie formen sich und verfallen wieder zum reinen Potential. Von der Welle zum Teilchen, vom Potential zur Materie: Wir sind in einem steten Entstehungs- und  Selbstschöpfungsprozess der Formung – Ent-formung – Neuformung. Diese kopfförmigen Gebilde, sind wie Spiegelbilder,  die uns an unser schöpferisches Potential erinnern, durch unser Sein den Dingen Form zu geben.

Anemona Crisan,

Getrennt Verbunden, Diptychon, Tusche auf Leinwand,

je 40 x 34 x 3,5 cm, 2016

Diese Leere ist auch eine Kluft zwischen den Teilen in uns, wie die innere Spaltung zwischen der linken und der rechten (Gehirnhälfte) – die Brücke zwischen den beiden ist unbekanntes Terrain, Dunkelheit, ein Geheimnis, das es zu entdecken gilt, um sich selbst zu erkennen.

Dunkelheit als Katalysator des Lichts

In diesem Werk, das ebenfalls einen abstrahierten Kopf darstellt, sehen wir das strahlende Licht, weil es durch die Dunkelheit verstellt ist (wie bei einer Finsternis).

Anemona Crisan, Corona, Tusche auf Leinwand, 38 x 35 cm, 2016.

(der Titel bezieht sich auf die Sonnen-Corona).

Was FOGLT, wenn wir die Dunkelheit durchdrungen haben?

Nach dem Betreten und Erforschen der Dunkelheit beginnen wir das Licht in uns selbst zu formen.
Wir sind Erzeuger und Erzeugte dieses Lichts, dieses Feuers und dafür verantwortlich, wie kreativ oder destruktiv es ist.

Thematisiert habe ich diesen Schritt, in der Luzifera/Lichtträger-Serie:

Anemona Crisan, Luzifera, Tusche auf Leinwand, 100 x 80 cm, 2018
Zu diesem Werk gibt ein Youtube Video mit dem Titel:
"LUZIFERA"

Wir werden vom Gestalteten zum Gestalter


Durch diesen Prozess der Selbsterkenntnis, werden wir zum Phönix, der bewußt aus der eigenen Asche wieder aufsteigen kann und der nicht gerettet werden muss. Der Phönix kann sich selbst von Materie (Vogel), zu Potential (Asche) verbrennen und wieder selbst zu einer neuen Materie formen.

Wir sind also Schöpfer und keine Opfer, denn es gibt kein Außen, das uns gestaltet, begrenzt, alles wird aus dem eigenen Inneren manifestiert.  Mikrokosmos und Makrokosmos haben denselben Urspung. Der Wandlungsprozess von einer alten in eine neue Welt ist also ein fortwährender individueller,  innerer Prozess, der steten Formung – Ent-formung – Neuformung, die sich im Außen als eine neue Welt zeigt – oder eben nicht zeigt. 

Anemona Crisan, Phönix, Tusche auf Leinwand, 120 x 250 cm, 2018

Zu diesem Werk gibt es auch ein Youtube Video mit dem Titel "PHÖNIX":

Neubeginn und Transformation:


Nadia Danneberg & Anemona Crisan im Gespräch


Nadia Danneberg und Anemona Crisan sprechen über Neubeginn und Transformation: Vom OPFER zum SCHÖPFER – von der DUNKELHEIT zum LICHT – vom GESTALTETEN zum GESTALTER.


"Ganz wesentlich erscheint mir in diesem Zusammenhang das bisherige Selbstverständnis des Menschen als Opfer: Ohnmächtig und ausgesetzt muss er, um zu überleben, sein authentisches Sein verstecken/unterdrücken. Im Extremfall passt er sich diesen äußeren Systemen so sehr an, dass er ein gehorsamer Verteidiger der abwertenden Programmierung wird. In der Vergangenheit haben wir gesehen, Andersdenkende werden verfolgt und umgebracht. Doch dieses Weltbild geht nun zu Ende und die Frage ist: Trauen wir uns aus der Opfer- in die Schöpferrolle zu wachsen? Werden wir von Gestalteten zu Gestaltern?" (Anemona Crisan)

Share by: